leerstandsmelder.de startet für Bremen
erstellt am Montag, 30. Januar 2012, 11:20 Uhr

Das Autonome Architektur Atelier (AAA) schafft Transparenz bei Leerständen in Bremen

Leerstehende Gebäude oder Flächen in Bremen per Internet melden, suchen, kommentieren und diskutieren ist ab sofort und für alle möglich. Die Internetseite www.leerstandsmelder.de wird ab Mittwoch, den 01.02.2012 für Bremen vom Autonomen Architektur Atelier (AAA) betrieben. Das AAA will damit mehr Transparenz schaffen, so dass Ideen zum konstruktiven Umgang mit Leerständen ihren Raum finden können. Eine Möglichkeit wäre die Nutzung für verschiedene Zwischennutzungen.

Die Initiative „Komm in die Gänge“ ging in Hamburg mit der Plattform erstmals online. Der Betreiberverein Gängeviertel e.V. zählt auf der Plattform mittlerweile rund 700 registrierte Nutzer_innen und in etwa ebenso viele gemeldete Leerstände. Derzeit wird sie bundesweit ausgebaut. Menschen brauchen Räume um ihre Bedürfnisse zu decken, um Freiräume zu schaffen, um Neues auszuprobieren. Gleichzeitig stehen Gebäude leer und verfallen ungenutzt. Dabei können Leerstände Möglichkeitsräume für die Stadtgesellschaft sein. Dafür ist an erster Stelle Transparenz über die Leerstandsituation notwendig. Diese entsteht mit Hilfe von leerstandsmelder.de. Ab Mittwoch, den 01.02.2012 auch für Bremen.

Zur Finanzierung von Leerstandsmelder.de für Bremen findet am Freitag, den 10. Februar 2012 ab 23 Uhr im Zucker Club (Friedrich-Rauers-Straße 10, Bremen) die „extraVakant“ – Verstanstaltung statt. Alle Einnahmen der Veranstaltung fließen in die Finanzierung von leerstandsmelder.de. Gestaltet wird der Abend von Projekten, die in Bremen und Hamburg stadtgesellschaftliche Möglichkeitsräume geschaffen haben – dem Autonomen Architektur Atelier (http://www.aaa-bremen.de), der NutzerInnengruppe vom ehemaligen Sportamt (www.sportamt.blogsport.de), dem Gängeviertel (www.das-gaengeviertel.info) und dem Zucker-Club (www.zucker-club.de).

Die Autonome Architektur Atelier GbR wird seit dem 01. Mai 2008 in den ehemals leerstehenden Räumen der alten Lkw-Abfertigung des Zollamtes Hansator von Daniel Schnier und Oliver Hasemann betrieben. Neben Urbanen Spaziergängen und Inszenierungen öffentlicher Räume sind sie in der Durchführung und Begleitung von Zwischennutzungen spezialisiert.